Praxisplan · 13 Min. Lesezeit

Basisplan für die Skivorbereitung: 2–3 Einheiten pro Woche

Wähle die Woche mit drei Einheiten oder die verkürzte Variante mit zwei Terminen.

Auf dieser Seite

Dieser Wochenplan ist ein allgemeines Beispiel für die Organisation einer Trainingswoche, kein individueller Trainingsplan. Er berücksichtigt Schmerzen, medizinische Einschränkungen, Trainingserfahrung, weitere Belastungen und Erholung nicht.

Die Woche mit drei Trainingsterminen

Wische die Tabelle auf kleinen Bildschirmen seitlich, um Dauer und Zweck zu sehen.

Tag Einheit Dauer Zweck
Montag Kraft A 35–45 Min. Oberschenkel, Gesäß, hintere Kette, Waden und Rumpf
Dienstag Pause oder lockerer Spaziergang optional 20–40 Min. Erholen, ohne aus dem Alltag eine weitere Pflicht-Einheit zu machen
Mittwoch Ruhige Ausdauer 40–60 Min. Belastung in gleichmäßigem, gut kontrollierbarem Tempo
Donnerstag Pause Abstand vor der zweiten Krafteinheit
Freitag Optionaler Beweglichkeitsfluss 3–6 Min. Sanfte Bewegung, falls sie dir guttut
Samstag Kraft B 35–45 Min. Seitliche Hüfte, Gesäß, Beinrückseite, Einbeinbalance und oberer Rücken
Sonntag Pause oder lockerer Spaziergang optional 20–40 Min. Erholung vor der nächsten Woche

Die Wochentage sind austauschbar. Entscheidend ist die Reihenfolge: Verteile die beiden Krafteinheiten und versuche nicht, eine ausgefallene Einheit am nächsten Tag zusätzlich nachzuholen. Wenn dein Alltag nur Dienstag, Donnerstag und Sonntag zulässt, funktioniert dieselbe Struktur dort.

Warum die Woche so aufgebaut ist

Krafttraining und Ausdauer schaffen eine allgemeine körperliche Basis. Das ACSM-Positionspapier von 2026 fasst Krafttrainingsdaten bei gesunden Erwachsenen zusammen; es prüft weder diese Skiwoche noch die hier gezeigten Übungen. Die Metaanalyse von Huiberts und Kollegen zeigt, dass sich Kraft- und Ausdauertraining kombinieren lassen, legt aber keine allgemeingültige Reihenfolge fest.

Alpines Skifahren stellt unter anderem Anforderungen an Beine, Gleichgewicht und Bewegungssteuerung. Die Übersicht von Turnbull, Kilding und Keogh bezieht sich überwiegend auf den Skirennsport. Koller und Kollegen untersuchten bei 24 fitten Freizeitskifahrenden die Ermüdung nach vier Stunden Skifahren; daraus lässt sich keine Wirksamkeit dieses Übungskomplexes ableiten.

Keine der verlinkten Arbeiten hat genau diese Übungen, Wiederholungen, Pausen oder Wochenaufteilung getestet. Auch die Einsteigerseite der Suva beschreibt kurze Übungseinheiten und Ausdauer getrennt, nicht diesen Plan. Aus den Quellen lässt sich die konkrete Auswahl und Dosierung dieses Plans deshalb nicht direkt ableiten.

Vor jeder Krafteinheit: kurz warm werden

Bewege dich fünf bis acht Minuten in einem Tempo, bei dem dir warm wird, du aber nicht außer Atem gerätst. Gehen, lockeres Radfahren oder ruhiges Marschieren auf der Stelle reichen. Führe danach bei den ersten beiden Übungen je einen Probesatz mit kleinerem Bewegungsumfang aus. Diese beiden Probesätze zählen nicht zu den jeweils drei angegebenen Arbeitssätzen.

Die angegebenen 35–45 Minuten sind eine grobe Schätzung einschließlich Aufwärmen. Wenn Aufbau, Halt oder eine ruhige Ausführung mehr Zeit brauchen, verlängere die Einheit, statt Pausen zu kürzen oder Wiederholungen zu überstürzen.

Krafteinheit A: Beine, hintere Kette und Rumpf

Diese Einheit kombiniert eine kniedominante Bewegung, ein Hüftbeugen auf einem Bein, Wadenarbeit und kontrollierte Rumpfspannung. Arbeite ohne Eile. Der letzte Satz darf anstrengend sein, die Bewegung soll aber genauso aussehen wie im ersten Satz.

Ausfallschritt nach vorne mit Ausgangs- und Endposition

Übung 1

Ausfallschritt nach vorne

Umfang
3 × 10 je Seite
Pause
60 Sekunden
Hauptaufgabe
Kniestreckung und Gesäßarbeit

Mach einen ausreichend langen Schritt und senk dich kontrolliert ab. Das vordere Knie folgt der Richtung der Zehen, der Oberkörper bleibt aufrecht. Halte dich bei Bedarf leicht an einer Stuhllehne fest oder verkürze die Tiefe.

Einbeiniges rumänisches Kreuzheben mit geradem Rücken und nach hinten geführtem freien Bein

Übung 2

Einbeiniges rumänisches Kreuzheben

Umfang
3 × 10 je Seite
Pause
60 Sekunden
Hauptaufgabe
Hüftstreckung, Beinrückseite und Einbeinstand

Beuge dich aus der Hüfte nach vorne, während das freie Bein nach hinten wandert. Rücken und Becken bleiben ruhig. Nutze eine Wand als Stütze und verkürze den Weg, sobald der Rücken rund wird oder du die Position nicht mehr kontrollierst.

Wadenheben vom flachen Stand bis auf die Fußballen

Übung 3

Wadenheben

Umfang
3 × 15
Pause
45 Sekunden
Hauptaufgabe
Wadenkraft und Kontrolle im Sprunggelenk

Steig auf beide Fußballen, halte oben kurz an und senk die Fersen langsam ab. Die Sprunggelenke bleiben gerade, statt nach außen wegzukippen. Eine Wand oder Stuhllehne kann das Gleichgewicht sichern.

Dead Bug in Rückenlage mit diagonal ausgestrecktem Arm und Bein

Übung 4

Dead Bug

Umfang
3 × 8 je Seite
Pause
45 Sekunden
Hauptaufgabe
Rumpfspannung bei Arm- und Beinbewegung

Drück den unteren Rücken sanft Richtung Boden. Strecke einen Arm und das gegenüberliegende Bein langsam aus. Beende die Bewegung früher, wenn der Rücken abhebt oder du die Spannung nur durch Luftanhalten halten kannst.

Ausdauertag: ruhig genug, um ganze Sätze zu sprechen

Der Ausdauertag soll die Krafteinheiten ergänzen, nicht in einen weiteren harten Test verwandeln. Wähle eine Bewegungsform, die du bereits kennst. Fahr zum Beispiel 40 bis 60 Minuten Rad. Wenn du regelmäßig läufst und dabei keine Beschwerden hast, sind 30 bis 45 Minuten lockerer Dauerlauf eine Alternative. Zügiges Gehen oder eine gleichmäßige Wanderung passen ebenfalls.

Gleichmäßiges lockeres Radfahren als Ausdauereinheit

Nutze den Gesprächstest

Du solltest in ganzen Sätzen sprechen können. Wenn nur noch kurze Wortgruppen möglich sind, reduziere Tempo oder Widerstand. Eine Herzfrequenzzone auf der Uhr kann zusätzlichen Kontext liefern, ist aber nur so brauchbar wie ihre Einstellung und die Messdaten.

Krafteinheit B: seitliche Kontrolle, Balance und oberer Rücken

Die zweite Krafteinheit setzt andere Schwerpunkte als die erste. Sie enthält seitliche Hüftarbeit, eine kontrollierte Brückenbewegung, Balance mit Rumpfdrehung und Arbeit für den oberen Rücken. Dadurch wiederholst du nicht einfach denselben Zirkel.

Seitlicher Kniebeuge-Gang in flacher und abgesenkter Position

Übung 1

Seitlicher Kniebeuge-Gang

Umfang
3 × 15 Schritte insgesamt
Pause
45 Sekunden
Hauptaufgabe
Seitliche Beinkontrolle und Gesäßarbeit

Bleib in einer flachen Kniebeuge. Geh pro Satz acht Schritte in eine Richtung und sieben zurück; beginne den nächsten Satz in der anderen Richtung. Knie und Zehen zeigen in dieselbe Richtung. Richte dich zwischen den Schritten nicht vollständig auf.

Beckenbrücke mit abwechselnd angehobenem Fuß

Übung 2

Beckenbrücke mit abwechselndem Beinheben

Umfang
3 × 10 je Seite
Pause
60 Sekunden
Hauptaufgabe
Hüftstreckung und Beckenstabilität

Heb das Becken an und löse abwechselnd einen Fuß wenige Zentimeter vom Boden. Beide Beckenseiten bleiben möglichst auf gleicher Höhe. Senk das Becken ab und beginne neu, wenn du ins Hohlkreuz ausweichst.

Einbeinige Balance mit kontrollierter Rumpfdrehung zu beiden Seiten

Übung 3

Einbeinige Balance mit Rotation

Umfang
3 × 10 je Standbein
Pause
45 Sekunden
Hauptaufgabe
Einbeinstand mit kontrollierter Rumpfdrehung

Steh mit leicht gebeugtem Knie auf einem Bein. Führe je Standbein fünf Drehungen nach links und fünf nach rechts aus und kehre dazwischen zur Mitte zurück. Das Standknie bleibt ruhig. Stell dich nahe an eine Wand und berühre sie bei Bedarf mit einem Finger.

Schwimmer in Bauchlage mit Armpositionen in Y- und W-Form

Übung 4

Schwimmer in Bauchlage (Y–W)

Umfang
3 × 10 vollständige Y–W-Folgen
Pause
45 Sekunden
Hauptaufgabe
Schulterblattkontrolle und oberer Rücken

Heb die Hände leicht an und führe die Arme langsam von der Y- in die W-Position und zurück. Halte den Nacken lang und den Brustkorb nur wenig vom Boden. Beende den Satz, wenn du die Bewegung nur noch aus dem unteren Rücken erzwingst.

Wenn nur zwei Trainingstermine frei sind

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Tag Einheit Anpassung
Dienstag Kraft A Führe die vier Übungen wie beschrieben aus.
Samstag Kraft B plus lockere Ausdauer Mach zwei statt drei Sätze je Kraftübung. Schließ 20–25 Minuten Radfahren, Laufen oder zügiges Gehen im Gesprächstempo an.

Diese Kombination spart einen Termin, reduziert aber die geplante Gesamtarbeit gegenüber der Drei-Termine-Woche. Wenn 50 bis 60 Minuten am zweiten Tag nicht realistisch sind, behalte die beiden Krafteinheiten und verteile lockere Bewegung auf kurze Wege im Alltag. Versuche nicht, den fehlenden Ausdauertag durch ein besonders hartes Abschlussintervall zu ersetzen.

Erholung ist Teil der Woche

Lockerer Spaziergang auf flachem Weg als optionale Erholung

Optional: 20–40 Minuten locker gehen

Wähle flaches Gelände und ein Tempo, bei dem die Atmung ruhig bleibt. Der Spaziergang ist keine Pflicht. Wenn du dich erschöpft fühlst oder Ruhe besser verträgst, lass ihn weg.

Sanfter Beweglichkeitsfluss im Stand vom aufrechten Stand zur Vorbeuge

Optional: 3–6 Minuten sanft bewegen

Führe die Arme beim Einatmen nach oben und beuge dich beim Ausatmen aus der Hüfte nach vorne. Die Knie bleiben weich. Die Bewegung endet dort, wo sie sich noch ruhig und kontrolliert anfühlt.

Schlaf, Alltagsstress, Reisen und die übrige sportliche Belastung beeinflussen, wie diese Woche ankommt. Ein Ruhetag ist deshalb nicht automatisch ein Tag mit null Schritten. Er bedeutet vor allem, dass keine weitere geplante Belastung die Erholung verdrängt. Mehr dazu findest du im Beitrag Warum Erholungstage zum Training gehören.

Belastung vorsichtig verändern

Weniger Sätze machen eine koordinativ schwierige Bewegung nicht automatisch leichter. Verändere Wiederholungen, Zusatzlast, Bewegungsumfang und Ausdauerzeit deshalb nicht gleichzeitig.

Wenn dir eine Bewegung trotz der beschriebenen Stütze und des kleineren Bewegungswegs nicht sicher gelingt, lass sie von einer Trainerin oder einem Trainer erklären. Bei Schmerzen, nach einer Verletzung oder bei funktionellen Einschränkungen ist eine physiotherapeutische Einschätzung passender. Ein vollständiger mehrwöchiger Aufbau gehört in den achtwöchigen Plan; diese Seite zeigt nur die Organisation einer Beispielwoche.

Wann du abbrichst und Hilfe holst

Übung beenden und ärztlich abklären: Stoppe bei akutem oder gelenknahem Schmerz, Taubheit, wiederholt auftretender Schwäche oder anderen für dich untypischen Beschwerden. Eine Ärztin oder ein Arzt kann die Beschwerden und eine passende Belastung beurteilen. Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut kann anhaltende Beschwerden des Bewegungsapparats, Funktion und den Wiedereinstieg nach einer Verletzung beurteilen. Trainerinnen und Trainer helfen bei Aufbau und Technik, ersetzen aber keine medizinische Abklärung.

Sofort den örtlichen Notruf wählen: Hole unverzüglich Notfallhilfe bei plötzlich einsetzenden oder anhaltenden Schmerzen beziehungsweise Druck in der Brust, starker Atemnot, Ohnmacht, Verwirrtheit oder wenn du wegen Luftnot nicht normal sprechen kannst. Diese Warnzeichen entsprechen den offiziellen Hinweisen der American Heart Association und von MedlinePlus.

Der Plan bewertet keine Skitechnik und ersetzt weder Skiunterricht noch eine medizinische oder physiotherapeutische Untersuchung. Er verspricht auch nicht, Verletzungen zu verhindern.

Besprich und korrigiere die Woche mit dem AI Coach

Du kannst diese Vorlage jederzeit mit dem AI Coach in SlopeReady besprechen. Der Coach kann dein Profil, den gespeicherten Plan, jüngste Trainingseinheiten und die verfügbaren Erholungsdaten aus Apple Health in den Vorschlag einbeziehen. So kann er zum Beispiel vorschlagen, eine Einheit zu verschieben, zu kürzen, leichter zu gestalten oder durch eine passende Katalog-Alternative zu ersetzen.

Eine dauerhafte Planänderung wird dir zuerst als Vorschlag gezeigt und erst nach deiner Bestätigung übernommen. Der Coach kann nur die vorhandenen Daten berücksichtigen. Er sieht weder deine Bewegungsausführung noch Schmerzen, Skischuhpassform, fehlende Daten oder deinen vollständigen medizinischen Zustand. Genau deshalb bleibt die letzte Entscheidung bei dir.

So passt SlopeReady einen Trainingsplan an

Mach aus dem Beispiel deinen Plan.

Besprich den Ablauf mit dem SlopeReady AI Coach. Er kann deinen gespeicherten Plan, jüngste Einheiten und verfügbare Erholungsdaten nutzen und dir Änderungen zur Bestätigung vorschlagen.

Plan mit SlopeReady anpassen

SlopeReady-Artikel sind Bildungsinhalte zum Training und keine medizinische Beratung. Bei Schmerzen, Verletzungen oder gesundheitlichen Bedenken wende dich vor einer Trainingsänderung an eine qualifizierte Fachperson.